Nach der Pause erhielten die jungen Künstler Unterstützung von einer Vollblutmusikerin. Sopranistin Eva Csapó [in der Zeitung falsch: Szabo] kennt man aus Unterhaltungs-sendungen des Südwestrund-funks. Einen routinierten Umgang mit der leichten Muse bewies sie durch ein locker dahingezwitschertes "Sere-nädchen" von Reinecke. So dümpelte auch Schuberts Forelle nicht im Kunstliedpathos vor sich hin, eher sprang da ein quecksilbriger kleiner Fisch durch den von Pianist Sebestyén Nyírö ebenso quirlig nachgezeichneten Bach.
Eine frischen Brise wehte über so manchem dargebotenen geistlichen Lied, was unge-wohnt anmutete, aber zum Bei-spiel der Arie "So ihr mich von ganzem Herzen suchet" aus Mendelssohns Oratorium Elias gar nicht schlecht zu Gesicht stand. Eva Csapó gelang es, mit stimmlicher Delikatesse dem Abend das Sahnehäub-chen aufzusetzen.
Sandra Stasch, 2004
Badische Z
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Badische Zeitung, Montag 28. Juni 2004
Kultur in der Region
Artikel:
Klassische Häppchen
Eva Csapó in Kandern
(Der Name von Eva Csapó wurde fälschlicherweise als Szabo geschrieben.)